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Aussen top, innen hopp mit Holz

Wer Holz heute noch mit rustikal gleichsetzt, ist auf dem Holzweg. Ein eindrückliches Beispiel dafür liefert die neue Garderobe der Hilcona (Schaan), deren gigantischen Dimensionen nur noch vom ultramodernen Outfit übertroffen wird. Gleichzeitig erfüllt diese in allen Teilen wegweisende Holzkonstruktion sämtliche hygienischen Anforderungen, die in der Lebensmittelindustrie EU-Norm sind.

Obwohl Holz in unseren Breitengraden als Baumaterial eine jahrhundertealte Tradition aufweist, verlor es mit dem Aufkommen der Massivbauweise aus Stahl, Beton oder Ziegel zunehmend an Bedeutung und wurde sozusagen in die Ecke des Chalet- und Ferienhäuschenbaus abgedrängt. Zu unrecht, wie es sich anfangs der siebziger Jahre zeigte, als führende Architekten auf die enorme Vielseitigkeit dieses natürlich gewachsenen Baustoffs zurückgriffen und ihn wieder bewusst als ästhetisches oder tragendes Element einzusetzen begannen. Ungefähr parallel mit den Sensibilisierung für ökologische Fragen wurden auch die bauphysikalischen Vorteile des Holzes – hoher Wärmeschutz, geringes Gewicht, leichte Bearbeitbarkeit und Recyclingfähigkeit – neu entdeckt, so dass Holzkonstruktionen seit Mitte der achtziger Jahre nicht nur eine Renaissance erleben, sondern bestimmte Objekte erst ermöglichen, die in Massivbauweise gar nicht oder nur mit erheblichem Mehraufwand realisiert werden konnten.


Eine Garderobe der Superlative

Ein Beispiel dafür liefert die Garderobe der Hilcona in Schaan. Neben strengsten Vorschriften in Bezug auf Hygiene, leichte Zugänglichkeit, Brandschutz, Infrastrukturen und nicht zuletzt architektonische Aspekte war mit dem ovalen Querschnitt des Gebäudes eine Auflage verbunden, die praktisch nur mit einer Holzkonstruktion sinnvoll erfüllt werden konnte. Ein weiteres Argument fürs Holz ergab sich aus dem geplanten Standort des Objekts, das sich in zehn Meter Höhe über ein Produktionsgebäude spannt.
Obwohl bereits diese Vorgaben mit zahlreichen technischen und logistischen Problemen befrachtet waren, blieb dem ausführenden Unternehmen, der Frommelt Zimmerei und Ing. Holzbau AG (Schaan), auch in Sachen Termin minimalster Spielraum: Genau vier Monate wurde den Brüdern Anton und Christoph Frommelt zwischen Auftragsvergabe Mitte Dezember und Bezugsbereitschaft Mitte April eingeräumt! Entsprechend gedrängt sah dann auch der Terminplan für dieses komplexe Grossprojekt aus. Bis Ende Dezember sollten die Konstruktionspläne vorliegen, ab Jahresbeginn 1997 wurde mit der Vorfabrikation der sieben mal acht Meter grossen Wandelemente begonnen, ab Februar startete die eigentliche Bauphase, und am 18. April, nach einem vorbildlichen Einsatz der Subunternehmer sowie aller Mitarbeiter vom Lehrling bis zum Chef, konnte das imposante Bauwerk seiner Bestimmung übergeben werden.


Innovative Konstruktion

Angesichts der technischen und architektonischen Vorgaben für dieses 70 Meter lange, 12,5 Meter breite und 6,5 Meter hohe zweigeschossige Projekt waren hinsichtlich der Konstruktion recht ungewöhnliche Wege zu beschreiten, die nicht bloss funktionelle, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen zu berücksichtigen hatten. Und genau hier zeigte sich die Stärke der Frommelt Zimmerei, die den Auftrag aufgrund ihrer kreativen Lösungsvorschläge erhielt. Damit war aber auch gewährleistet, dass das Auftragsvolumen zu grossen Teilen im Land selbst blieb und die einheimischen Handwerker berücksichtigt werden konnten.
Bauliches Kernstück dieser unkonventionellen Garderobe ist eine ovale Schalenkonstruktion aus Holz mit einer Fassade aus vorgebogenem Aluminium-Wellblech, das dem Objekt das unverkennbar futuristische Outfit verleiht. Aber auch bei allen anderen architektonischen Elementen, von den Türfallen bis zu den „bulläugigen“ Fenstern, von den Einbauschränken bis zu den Treppen, wurde der architektonisch sehr eigenwillige Stil durchgezogen, so dass die neue Garderobe sowohl in technisch-konstruktiven als auch in ästhetischen Belangen ein ebenso gelungenes wie gestalterische anspruchsvolles Werk darstellt. Es zeigt aber auch in beeindruckender Manier die Vielseitigkeit und Flexibilität des Werkstoffs Holz, der – gepaart mit innovativem Denken – gerade bei aussergewöhnlichen Projekten vielen anderen Baumaterialien deutlich überlegen ist.

Reportage von Scherrer Sigi, Zeitschrift Schweizer Holzbau 8/1997

Weitere Publiktionen

Liechtensteiner Volksblatt: Dienstag, 23. September 1997
Liechtensteiner Volksblatt: Mittwoch, 15. Oktober 1997
Baureportage; Liechtensteiner Volksblatt: Mittwoch, 15. Oktober 1997 Liechtensteiner Bau- & Hauszeitung; Nr. 9 September 1997

  • Hilcona AG, Schaan FL
  • FL-9494 Schaan
  • September 1997
  • IE Industriebau-Engineering AG
  • Elementbau