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Ihr Frommelt Team

Drei Generationen Zimmermänner

Ehemalige und jetzige Mitarbeiter erzählen die schönsten und lustigsten Momente aus ihrer Zeit bei der Frommelt Zimmerei und Ing. Holzbau AG.

Ronny Kirschbaumer, Adrian Cristoforetti, Hermann Lutz, Josef Walser, Erich Frommelt, Ekkehard Wollwage, Ralph Oehri

Ihr seid alle einmal bei der Frommelt AG tätig gewesen – einige von euch sind es heute noch. Welches waren eure lustigsten Erlebnisse?

«Für mich war die Walz ein bleibendes Erlebnis»

Erich Frommelt

Erich Frommelt Für mich war die Walz ein bleibendes Erlebnis. Ich war der zweite Lehrbub in der Firma Frommelt, danach ging ich auf die Walz nach Deutschland und Frankreich.
Josef Walser Auf einer Nordseeinsel wurdest du doch für eine Nacht eingesperrt, weil sie nicht wussten, zu was für einer Sekte du gehörst. {lacht}
Erich Frommelt Kein Kommentar! {lacht ebenfalls}
Ekkehard Wollwage Wie hast du dich bloss mit den Plattdeutschen verständigt?
Erich Frommelt Ach, die Kommunikation unter Zimmermännern ist international. Da macht man ein paar Zeichen auf die Balken. Reden ist nicht nötig.

 

Gehen die Zimmermänner von heute noch auf die Walz? Kommen noch welche zur Frommelt AG?

«Der Zimmermann hat ein ganz enges Verhältnis zu seinem Werkzeug»

Josef Walser

Hermann Lutz Ja, es kommen viele.
Josef Walser Und sie bringen immer wieder neues Leben in den Betrieb.
Ekkehard Wollwage Genau. Mit jedem Walzgänger kam jeweils ein neuer Handgriff in die Firma.
Josef Walser Jeder macht seine Arbeit ein wenig anders. Dank der Walz wird das Handwerk des Zimmermannes immer wieder über die Grenzen hinaus ausgetauscht und bereichert.
Ekkehard Wollwage Früher wurde immer ein richtiges Zeremoniell in althochdeutscher Sprache abgehalten, um einen Walzgänger einzuführen. Er musste beispielsweise die Namen der Werkzeuge kennen.
Josef Walser Dass er die Werkzeuge kennen musste, ist auch darin begründet, dass der Zimmermann ein ganz enges Verhältnis zu seinem Werkzeug hat.
Ekkehard Wollwage Das stimmt, ich erinnere mich daran, dass man sein Werkzeug fast mit dem Leben verteidigen musste. Ich hatte immer ein Stemmeisen scharf geschliffen und umgekehrt in meine Kiste gestellt. Wenn etwas fehlte, musste ich nur der Blutspur folgen und fand mein Werkzeug wieder. {lacht}
Josef Walser Wild zu und her ging es aber auch auf unseren Betriebsausflügen. Einmal verschwand einer in einem Nachtlokal. Wir folgten ihm natürlich sofort. Kaum drinnen, haben uns ein paar Damen zugewinkt. Da verliess uns aber rasch der Mut und wir stürmten alle zusammen in Sekundenschnelle aus dem Lokal. {Runde lacht}
Ronny Kirschbaum So wild wie bei unseren älteren Kollegen ist es zwar heute nicht mehr, aber ab und zu kommt des Zimmermanns Schalk auch bei uns durch.
Adrian Christoforetti Vor allem an unseren Skiwochenenden in Sölden geht’s richtig ab. {Runde lacht} Solche Wochenenden fördern das Betriebsklima und den Zusammenhalt.
Josef Walser Ja, ja, ihr heutigen Zimmermänner seid auch nicht heilig. {lacht}

Weshalb habt ihr euch für den Beruf des Zimmermannes entschieden?

«Diese neue Maschine ist schon eindrücklich. Die macht Sachen, von denen wir damals nicht zu träumen gewagt hätten!»

Hermann Lutz

Ekkehard Wollwage Ich wollte mit Holz arbeiten, Schreiner war mir aber zu genau. Da habe ich mich beim Toni Frommelt beworben. Ich erinnere mich noch genau daran, dass mein damaliger Lehrer mir jedoch abgeraten hatte. Ich würde ihm die ganze Bude auseinander nehmen, meinte der Lehrer. Worauf mich Toni gerade extra einstellte. Beim Lehrantritt nahm er mich jedoch zur Seite. Ich sei der erste Lehrling in der Firma, der nicht aus einer Bauernfamilie komme, meinte er. Und ich wäre auch der erste, der die Lehre nicht bestehen würde, sollte ich durchfallen! Da gab ich mir natürlich Mühe!
Ronny Kirschbaum Ich wollte nicht in einem Büro eingesperrt sein, sondern ich wollte im Freien arbeiten.
Ekkehard Wollwage Aber es hat sich schon vieles geändert im Beruf des Zimmermannes. Heute fertigt man den grössten Teil der Holzkonstruktionen in den Hallen. Auf der Baustelle baut man fast nur noch die vorgefertigten Teile zusammen. Das Handwerk des Zimmermannes, wie ich es damals gelernt hatte, gibt es so heute nicht mehr.
Ralph Oehri Ja, das stimmt. Auch ich lernte als «Stift» noch das traditionelle Zimmermanns-Handwerk und musste alles von Hand anfertigen. Aber dafür macht man heute mehr für das Verständnis der Konstruktionen. Gearbeitet wird ganz anders.
Josef Walser Wir haben früher von einer Maschine geträumt, bei der wir vorne das Holz hineinstecken und hinten das fertige Haus herauskommt. Via Fliessband wird dieses dann direkt in ein Flugzeug befördert und in die ganze weite Welt verschickt. Letzthin, als ich wieder mal bei den Frommelts war, sah ich eine komische Maschine. Ein Zimmermann erklärte mir, dass dies eine Abbundmaschine sei. Das Holz werde vorne hineingeschoben und hinten würden praktisch fertige Häuser herauskommen. Darauf rief ich gleich meinen ehemaligen Kollegen an. Die Häusermaschine gibt es jetzt - nun müssen wir nur noch einen Flughafen bauen!
Hermann Lutz Diese neue Maschine ist schon eindrücklich. Die macht Sachen, von denen wir damals nicht zu träumen gewagt hätten!

Welches war oder ist euer schönstes Erlebnis als Zimmermann?

«Das Schönste für mich ist jeweils das Aufstellen eines Hauses. Die Passanten schauen staunend zu und der Kunde freut sich auf sein neues Zuhause»

Ralph Oehri

Ralph Oehri Das Schönste für mich ist jeweils das Aufstellen eines Hauses. Die Passanten schauen staunend zu und der Kunde freut sich auf sein neues Zuhause.
Ekkehard Wollwage Für mich war das schönste Erlebnis, den alten Torkel im Roten Haus zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.
Erich Frommelt Die Abwechslung war für mich immer das Schönste am Beruf. Man lernte immer wieder Neues dazu.
Josef Walser Ja, genau. Wir hatten beim Frommelt einfach den Vorteil, dass wir alle anfallenden Arbeiten machen konnten und auch mussten. Es wurde nie langweilig und man lernte unheimlich viel.
Hermann Lutz Ich war am liebsten zuoberst auf einem Dach. Auch zu sehen, was man den ganzen Tag gemacht hatte, war immer sehr befriedigend.
Ronny Kirschbaumer Obwohl wir das ganze Material hinauftragen mussten, war für mich das schönste Erlebnis die Restauration des Schaaner Kirchturms. In der Höhe an so einem alten Gebäude arbeiten zu dürfen ist schon etwas ganz besonderes.
Adrian Christoforetti Für mich ist jeder Tag schön, ich kann da gar nichts hervorheben. Ich habe das Glück, dass ich ein Projekt von Anfang an bis zum Schluss begleiten darf. Ich glaube, am schönsten ist es einfach, wenn man aus einem Haufen Holz ein tolles Haus schafft, auf das dann alle im Team mächtig stolz sind.